Bei vielen Sportarten, Wettkämpfen, haben die Veranstalter mit Betrug, Doping und so weiter zu tun. Es gibt immer wieder Versuche, fairen Wettbewerb auszuschalten und zu stören, durch Manipulation und Ähnliches.
Was bedeutet das für die Gesellschaften.
Der Wettbewerbsgedanke spielt in unsere Gefühlswelt hinein. Wir können es erleben, wenn wir als Zuschauer oder Mitwirkende bei Sportveranstaltungen anwesend sind. Wettbewerb wühlt uns gefühlsmäßig auf und die Emotionen gehen hoch. Weinen, Schreien, Jubeln wechseln sich ab, je nachdem wie Entscheidungen, Platzierungen uns selbst betreffen oder berühren.
Was heißt eigentlich Wettbewerb, z.B. in der Wirtschaft.
Die besseren und besten Produkte und Serviceangebote, sollen am Markt erhältlich sein. Leider gibt es Akteure an den Märkten, die fairen Wettbewerb nicht schätzen und womöglich versuchen, auf unlautere Weise trotzdem Erfolg zu haben. Die Frage stellt sich, ob wir überhaupt Wettbewerb in Gesellschaften benötigen oder ob wir auch anders zu guten Produkten und Dienstleisten gelangen können.
Für viele Menschen ist Wettbewerb gar nicht interessant. Sie können sich Gesellschaften vorstellen, die überwiegend oder ganz ohne Wettbewerb funktionieren. Wären wir nicht schon zufrieden, wenn alle Menschen mit dem Nötigsten versorgt sind? Nahrung, Kleidung, Wohnraum und Energie für alle Menschen. Für die Grundversorgung benötigen wir keinen Wettbewerb, sondern in erster Linie eine gerechte Verteilung der benötigten Güter.
Für den ganzen Bereich der Grundversorgung, Strom, Energie, Internetanschluss, Wärme, Wasser, ÖPNV, ist für die meisten Menschen eine Standardversorgung ausreichend. Es gibt viele Leute, die kein Interesse an Wettbewerb und Konkurrenz haben.
Andererseits sind die besten Leistungen und Produkte auch von Belang. Nur will sich nicht jeder in eine Wettkampf -Situation begeben. Gesellschaften sollten dies berücksichtigen und niemanden in Arbeit zwingen, für die jemand in Konkurrenz zu anderen Arbeitnehmenden stehen muss.
Die Arbeitswelt, die auf Konkurrenz aufbaut, bringt die Bewohner der Gesellschaften gegeneinander auf und spielt diese gegeneinander aus, verbraucht, verwurstet und missbraucht sie und beutet ihre Arbeitskraft aus.
So schön die tollen Produkte sind, wenn das der Preis sein soll, für den diese auf Hochglanz polierte Welt existiert, stellt sich die Frage, ob man das will. Wenn wir aber nicht zur Konkurrenz gezwungen sind und uns dann freiwillig dem Wettbewerb stellen, dann ist das etwas anderes.