Sonntag, 28. Juli 2024

Wie funktioniert der Fakten -Check

Jemand befindet sich im Internet auf einer Nachrichtenseite und dort heißt es: Faktencheck, durch unabhängige Quellen. Aber hat bei diesen nicht jemand ausgewählt und entschieden was richtig und wahr ist. Und was ist mit den Betreibern der Nachrichtenseite. Entscheiden diese nicht, was sie veröffentlichen wollen und was sie nicht erwähnen? Es ist die Naivität der Betreiber von Internetseiten und Hersteller von Nachrichten, wie sie mit ihren eigenen Urteilen umgehen. Sie behaupten, dass diese keiner Überprüfung und Bewertung bedürfen, durch die Benutzer und hoffen, dass die Leser und Zuhörer es nicht merken? 

Wenn die Betreiber von Nachrichtenseiten und Hersteller von Informationen etwas dem Leser anbieten, dann sind es Ihre Themen. Sie machen somit ein Themenangebot. Aber was ist, wenn die Besucher der Internetseiten diese Auswahl gar nicht für wichtig erachten? Dann geht das Angebot am Bedarf der Leute vorbei.

Alle Erzählungen und Geschichten, die auf den Medienplattformen zur Auswahl stehen, sind von Personen herausgepickt und für wichtig und angemessen befunden, sonst würde man sie nicht veröffentlichen. Aber das hat nichts mit den Interessen der einzelnen Bürger zu tun. Die Bewohner in den Gesellschaften, suchen nach Aussagen, die ihre Anliegen betreffen. Und das kann etwas völlig anderes sein, als das Angebotene. 

Es geht also erstmal gar nicht um Faktencheck, sondern um die Themen selbst.

Und bei den Themen ist zu unterscheiden zwischen Smalltalk, Unterhaltung und wichtigen Themen bezüglich der Gesellschaftsgestaltung. 

Faktencheck: Hat der Kandidat wirklich rote Haare von Natur aus oder sind sie gefärbt. War der Politiker vor seiner seriösen Parteikarriere in einer links-extremen Gruppe aktiv? Hat die beliebte Parteivorsitzende ein uneheliches Kind? 

Beim Faktencheck geht es nicht selten um Personen und ihre Lebensumstände. 

Dabei haben wir in den Gesellschaften wichtigere Sachen zu besprechen. Viele Gesetze sind schlecht und müssten durch bessere ersetzt werden. Deshalb geht es in diesen Bereichen auch nicht um Faktencheck, sondern um dringend notwendige Veränderung.

Die Fakten bezüglich z.B. der sozialen Situation in vielen Ländern sind längst bekannt. Da gibt es nichts mehr zu checken. Dann besteht bloß noch die Frage, wann endlich Verbesserung und Weiterentwicklung eintritt. Die lässt aber meistens auf sich warten. Und stattdessen und als Ersatz, werden die Themen der Nebenschauplätze in den Vordergrund gerückt.

Sonntag, 21. Juli 2024

Macht und Machtausübung

Aussage: Macht will keine Verantwortung übernehmen. Deshalb vermeidet sie Transparenz wo immer es möglich ist.

Macht bedeutet, dass ich etwas durchsetzen kann. Denn ohne Macht, wäre das nicht möglich.

Macht kann aber als unberechtigt dargestellt werden, weil mit Macht Entscheidungen getroffen sind, die manchen Leuten oder der Mehrheit nicht passen. Oder weil mit Macht Unrecht geschieht. Und das, was Unrecht ist, entscheiden wiederum einzelne Menschen oder die Mehrheit.

Machtausübung geschieht immer auf Abruf. Das heißt, die Machtausübung der einen, muss durch andere beendet werden können.

Ist Machtausübung unbedingt, dann ist sie totalitär. 

Totalitäre Machtausübung wird von vielen Menschen abgelehnt, aber nicht von allen. 

Machtausübung ist z.B. staatliche Gewalt, per Gesetz und Regeln. Staatliche Gewalt setzt sich fort, obwohl Parteien sich beim Regieren abwechseln. Die Gesetze und Regeln bleiben oder werden zum Teil noch schlimmer und schlechter.

Gesetze und Regeln überstehen nicht selten, die Wahlen.  

Machtausübung könnte dann ersetzt werden, wenn wir Menschen uns bei der Gesellschaftsgestaltung einigen könnten, ohne uns zu streiten. Wenn wir also immer einen Konsens oder Kompromiss finden könnten.

Macht wird gerade dann ausgeübt, wenn es Gegenseiten gibt, die etwas anderes wollen, als die Machtausübenden. Dann gilt es für die einen, die Macht zu brechen, um sie durch eine andere zu ersetzen.

Deshalb ist Friedensforschung und Friedenspolitik so wichtig. Sie setzt da an, dass wir schauen, uns gegenseitig zu verständigen. Aber gibt es Situationen, in denen wir uns nicht verständigen können?

Grundrechte und Menschenrechte dürfen nicht eingeschränkt werden. Wenn dies aber der Fall ist, dann gibt es keine Verständigung. 

Beispiel: Ein Teil der Bevölkerung will die Sklaverei haben. Ein anderer Teil will die Sklaverei nicht haben. In diesem Fall gibt es keine Verständigung. Und ein Kampf zwischen den Gruppen scheint unausweichlich. Dann würde dieser abklären, welche Ansicht sich durchsetzt und zu Gesetz und Regel wird und die unterlegene Gruppe muss sich dem beugen.

Die Freiheit, die wir Menschen haben, lässt es immer zu, dass wir uns so entscheiden, dass wir gegen andere Menschen stehen, die sich anders entscheiden.

Friedenspolitik persönlich umgesetzt, würde bedeuten, sich so in der Gesellschaftsgestaltung für die eigenen Interessen als Individuum zu entscheiden, dass die individuellen Entscheidungen der Mitmenschen, nicht negativ dadurch tangiert werden. Das wäre dann Aufgabe für alle Personen in den Gesellschaften, darauf zu achten.

Update zum genannten Beispiel

Es bestünde auch die Möglichkeit, nicht für den eigenen Interessensbereich zu kämpfen. Und dadurch würde eine Auseinandersetzung vermieden. Dies wird teilweise auch als Friedenspolitik angesehen und von Friedensinitiativen gefordert. Aber wer ist das, der auf die Interessendurchsetzung verzichten soll? 

Wenn die Interessen A und B noch gar nicht in Anwendung sind, dann hätten beide widerstrebenden Interessensgruppen die gleiche Ausgangssituation. Beide Gruppen könnten auf einen Kampf gegeneinander verzichten, und versuchen, erst mal (jahrelang?) den Streit auszuhalten.

Anders sieht die Sache aus, wenn bereits eine Gruppe ihre Interessen umsetzt und die andere Gruppe, die anderen Personen, wollen diesen Umstand beenden.

Wer muss dann die ungeklärte Situation aushalten, bei einem Kampfverzicht? In erster Linie diejenigen, deren Interessen noch überhaupt nicht umgesetzt sind. Weil die andere Seite schon das hat, was sie will.

Donnerstag, 18. Juli 2024

Jetzt ist die Zeit für ein Grundeinkommen

 Privateigentum ist eine nachträgliche Entwicklung, nachdem der gemeinsame Besitz, die Erde, erst einmal da war. Die Idee des Gemeineigentums lebt wieder auf, in dem Konzept des Bedingungslosen Grundeinkommens (BGE). So, wie auch die künstliche Intelligenz durch die Beiträge der einzelnen Menschen gespeist ist. 

Das BGE ist eine Notwendigkeit, um allen Menschen ein würdiges Leben zu ermöglichen.

In dem Artikel sind die bekannten Aussagen zum BGE, von neuen Leuten, neu gefasst. Das zeigt, dass die Idee Wirkung hat.

Arbeit muss sinnvoll sein. Welche Arbeit das ist, kann nicht von oben entschieden werden, von Einrichtungen, Institutionen, sondern muss von jedem einzelnen Menschen selbst bestimmt sein.

Löhne müssen nicht steigen, wenn es ein BGE gibt. Denn jeder Geldbetrag durch Arbeit, käme oben drauf, auf ein BGE. Und mit Grundeinkommen allein, kann man schon menschenwürdig leben. Aber mit einem Grundeinkommen hätten die Leute die Freiheit, nein zu sagen, zu Arbeit, die ihnen angeboten wird, die sie aber nicht machen wollen. Das ist der wichtige Punkt.

Mehr als 100 Pilotprojekte zum BGE laufen momentan in den USA. Im deutschsprachigen Raum hat die Politik noch nicht die Initiative ergriffen oder ist dem BGE ablehnend gegenüberstehend. Da ist noch viel Spielraum.

Das Grundeinkommen bezahlen, würden wir alle, wenn wir unsere Arbeit zum Teil allen anderen Menschen kostenlos zur Verfügung stellen. Ein Teil unserer eigenen Wertschöpfung ginge dann an die Gemeinschaft als Ganzes.

Auch heute kann bereits ein Quantum der durch Rationalisierung erzielten Einnahmen an die Gesellschaft gehen, über die Konsumsteuer beziehungsweise Mehrwertsteuer. Das wäre eine Abschöpfung des Rationalisierungsgewinnes zugunsten der Allgemeinheit.

Ungerechtigkeit und Ungleichheit haben wir in den bestehenden Systemen, der bestehenden Wirtschaft und dem bestehenden Sozialsystem. Mit einem BGE würden wir die Lage vieler Menschen deutlich verbessern. 🙂

Freitag, 12. Juli 2024

BGE für ehemalige Strafgefangene

Inhaftierte in Florida, USA, sind in den Gefängnissen verpflichtet zu arbeiten und bekommen für diese Arbeit keinen Lohn. Sie sind außerdem verpflichtet eine Gebühr für ihren Gefängnisaufenthalt zu bezahlen. Z.B. 3 Dollar am Tag. Kosten für Kurse und Behandlungen müssen ebenfalls selbst bezahlt werden.

Die Kosten, die für die Allgemeinheit pro Gefängnisinsassen anfallen, belaufen sich auf über 20.000 Dollar pro Monat. Gefangene, deren Gefängnisaufenthalt zu Ende ist, bekommen 50 Dollar als Startgeld in ihr neues Leben, außerhalb der Gefängnismauern. Der Strafgefangene ist bei Strafende oft mit Schulden belastet, Gerichtskosten etc., die er nach Ablauf der Haftstrafe zurückzuzahlen hat. In 23% der Fälle können ehemalige Insassen diese Schulden nicht bedienen und werden wegen dieses Vergehen, wieder verhaftet und eingesperrt.

Sind Gesellschaftssysteme veränderbar

Wir Menschen auf der Erde leben in unterschiedlichen Staaten. Diese haben sich im Laufe der Zeit entwickelt. Können Bewohner die politischen Systeme in diesen Ländern verändern? 

Oft wissen wir nur wenig über die Bedingungen in anderen Ländern. Aber über das Internet sind zusätzliche Mitteilungen erhältlich, die ein umfassenderes Bild in solchen Umgebungen liefern. 

Stellen Sie sich vor, sie wollten Medien über ein Thema veröffentlichen, und Sie müssten dafür für Alltagsprodukte Werbung machen, in diesen Medien. Das heißt, damit Sie eine Sendung über das BGE machen können und um diese Produktion zu bezahlen, müssten Sie selbst in dieser Sendung, für z.B. Hundefutter, Versicherungen und Haargel werben und die Zuhörer auffordern, diese Produkte zu kaufen und auszuprobieren. 

Sieht das dann nicht so aus, als ob dieses Gesellschaftssystem bis in die letzte Zelle der Körper der Bewohner eingedrungen ist und dass es für niemanden möglich ist, diesem System zu entkommen?

Donnerstag, 11. Juli 2024

Wie geht es weiter mit dem BGE. Teil II

 Wenn das BGE aber ein Aspekt in der Gesellschaftsgestaltung ist, dann stellt sich die Frage, wie man überhaupt den Bereich der Gesellschaft in den Blick bekommt. Eine Möglichkeit wäre zu fragen, in welcher Gesellschaft will ich leben. Heute haben wir in den Medien oft bloss die Diskussion, gegen was sollen wir sein und was sollen wir ablehnen, so als ob dies die wichtigen Themen wären. Tatsächlich, also statt negativ sich in die Welt zu stellen und darüber zu sprechen, wogegen wir sind, sollten wir darüber reden, wofür wir sind. Wäre dies nicht viel angemessener und viel konstruktiver im Zusammenleben? Wird dieser Aspekt berücksichtigt, käme man zur Frage: In welcher Gesellschaft will ich leben? Welche Gesellschaften sind angemessen. Um diese Frage beantworten zu können, wäre zu schauen, an welchen Parametern, an welchen Werten wollen wir uns dabei orientieren. Ein bedeutender Bereich, wären die Grundrechte und Menschenrechte, da diese das Individuum im Blick haben und dessen Anliegen und Bedürfnisse. Wenn wir also der Meinung sind, dass nicht Gruppen ein Vorrecht haben, gegenüber anderen Gruppen oder gar Individuen, wenn wir also der Meinung wären, dass der einzelne Mensch in erster Linie in den Mittelpunkt zu stellen ist, dann heben wir auf die Grundrechte und Menschenrechte ab, die wir dann zur Grundlage unserer Betrachtung machen.


Schauen wir uns die gegenwärtige Politik an. Sie besteht in erster Linie aus dem Zurückhalten der Bürgerinteressen und Zur-Seite-schieben der Bewohner -Anliegen, statt dass diese stärker in den Mittelpunkt geraten würden. Heute haben wir in der Politik in erster Linie entweder nationalistische Anliegen oder eine Art Staatssozialismus, der über die Köpfe der Bewohner hinweg geht und das Soziale und den Arbeitsbereich regelt. Beide Wege sind nicht optimal für die Bürgeranliegen. Beides müsste ersetzt werden, durch andere Vorgehensweisen. Eine Bürgergesellschaft hätten wir auf der Ebene, dass wir uns gegenseitig gleichwertig behandeln und so uns gegenübertreten und die Anliegen der Mitmenschen immer auf eine sachliche Ebene heben und so einen besseren Umgang miteinander hätten. Unter einen Hut zu bringen, wäre einmal das, was wir unsere eigenen Anliegen nennen und dann angemessen wahrzunehmen, was die Bedürfnisse und Angelegenheiten der Mitmenschen sind und dass wir diesen ebenfalls Rechnung tragen. Gutes Beispiel dafür, ist die heutige Sozialgestaltung. Wenn wir durch die Stadt laufen und das Elend von Mitmenschen wahrnehmen, wissen wir eigentlich sofort, dass die gesellschaftlichen Umstände nicht richtig sind. Es kann schnell die Meinung entstehen, die Situation, die schlechte Situation der Mitmenschen, sei von diesen selbst in irgendeiner Art verursacht. Dies sollte uns aber nicht Grundlage sein, für das eigene Urteil. Stattdessen ist es wichtig, sich anzuschauen, wie wir konkret die Sozialgestaltung in der Gesellschaft handhaben. Im Zusammenhang mit dem Bedingungslosen Grundeinkommen, haben viele Menschen genau dies getan. Man kann nicht sagen, dass die heutige Sozialgestaltung in der Gesellschaft richtig und gut ist. Im Gegenteil, sie ist in weiten Teilen schlecht und unangemessen. Genau da wäre zum Beispiel anzusetzen, wenn wir überlegen, in welcher Gesellschaft wollen wir leben, dass genau in diesen Bereichen und auch in der Arbeitsweltgestaltung weitere Verbesserungen und Änderungen wirksam werden. Das BGE ist somit nicht eine Eintagsfliege, sondern im Gegenteil, der Einstieg in die Wahrnehmung der Gesellschaft als Aufgabenbereich. Es ist nicht möglich, ständig nur aufs Privatleben zu schauen, wenn man einmal erkannt hat, dass die Situation im Privatleben verknüpft und verbunden ist, mit den Entscheidungen im Öffentlichen Raum, in der Politik, in der Gesellschaft.

Wie geht es weiter mit dem Bedingungslosen Grundeinkommen (BGE)

Wer sich mit dem BGE in den letzten Jahren beschäftigt hat, konnte Menschen kommen und gehen sehen. Immer wieder treffen wir eine Zeit lang Personen, die sich für diesen Kulturimpuls verwenden und dann, diese Haltung wieder abbrechen oder aufgeben. Wie ist das einzuschätzen?

Natürlich können wir aus privaten Gründen eine Aktivität einschränken, weil wir momentan andere Dinge zu erledigen haben oder einfach nicht die Möglichkeit besteht, sich weiter für etwas einzusetzen. Dies ist sicher auch für andere Menschen verständlich und nachvollziehbar. 

Dennoch wirft dies die Frage auf, wie wir uns überhaupt ins Leben stellen.

Ständig sind wir mit privaten Angelegenheiten zugange, die wir für unsere eigene Lebenssituation bedeutsam erachten. Gesundheit, Einkommen, Beziehungen. Wohnsituation, Nahrung. Beruf, Arbeitsplatz, Psyche, etc. All das wollen wir angemessen regeln und verbringen mit diesen Aufgaben einen Großteil unserer Lebenszeit. Und dabei gibt es einen Bereich, den wir oftmals übersehen oder nicht so wichtig erachten und deshalb an andere Personen delegieren. Es ist die Gesellschaftsgestaltung. 

Wer sich mit dem BGE einige Jahre beschäftigt hat, müsste erleben können, dass die Gesellschaftsgestaltung ein sehr wichtiger Bereich ist, auch für das eigene Leben. Denn wir sind ständig mit Umständen konfrontiert, die durch Gesetze und Regeln bestimmt sind, die in unser Privatleben eingreifen und im Bereich öffentlicher Angelegenheiten entschieden sind. Alles, was im Öffentlichen Raum für die Allgemeinheit zu Gesetz und Regel wird, tangiert immer auch unser eigenes Leben. 

Insofern ist es unangebracht zu glauben, man könnte den Bereich der Gesellschaftsgestaltung vernachlässigen und sich überwiegend in das eigene Privatleben zurückziehen. Deshalb ist die Stellvertreter -Demokratie, Parlamentarische Demokratie längst nicht ausreichend, um den eigenen Beitrag in die Gesellschaftsgestaltung wirksam werden zu lassen. Viel besser geeignet ist die Direkte Demokratie. Und das ist der Grund, warum alle Parteien die Direkte Demokratie ablehnen. Denn diese schränkt die Wirksamkeit der Parteien ein und verstärkt die direkte Einwirkung der Bewohner und Bürger. 

Heute werden die Interessen der Bürgerinnen und Bürger nur unzulänglich durch die Parteien abgebildet. Tatsächlich haben wir immer dieselbe Politik, egal was gewählt wird, was dann mit Sachzwängen zusammenhinge.

Für eine Bürgerpolitik ist es aber notwendig, dass die einzelnen Menschen sich mit den Themenfeldern und Aufgaben in der Gesellschaft beschäftigen, und sich sachkundig machen, wie man die Probleme angemessen bewältigen könnte. Das heißt, sie müssen sich Zeit nehmen, um sich in die Bereiche einzuarbeiten. Wenn wir dann zu Ergebnissen unserer eigenen Forschungen und Untersuchungen kommen, sollten wir diese im Anschluss bekanntmachen. Am besten auf der eigenen Internetseite. Dann können sich andere Personen ein Bild davon machen, was ein Mitmensch zu den einzelnen Lebensfeldern denkt und dies vergleichen, mit den eigenen Ansichten. Und auf solchen Grundlagen sind dann Zusammenarbeit -Chancen gegeben und es besteht die Möglichkeit, miteinander in Kontakt zu treten.

Wenn man sich aber heute die Sozialen Netzwerke anschaut, dann überwiegen Beiträge, in denen die Personen stark verkürzt ihre Überlegungen einbringen und dies oft noch nicht einmal als Bürger, sondern anonym oder geschützt, hinter einer Institutions -Wall. Um bloß nicht auf gleicher Ebene den anderen Bewohnern gegenüberzutreten? 

Eine Vernetzung kann nur gelingen, wenn jede Person für sich aufzeigt und den anderen Menschen deutlich macht, welche Einsichten man sich selbst erarbeitet hat und ob das für andere ein Ansatz wären, zu kooperieren und sich zu verbinden, für einzelne Aktivitäten.

Wer sich also einmal mit dem Bedingungslosen Grundeinkommen auseinandergesetzt hat, müsste aus dieser Erfahrung heraus dabei bleiben, sich für lebenswerte Gesellschaften zu engagieren. Und das BGE wäre dann ein Aspekt der Zusammenleben -Gestaltung. Dass man sich nach dieser Erfahrung zurückzieht und gar nicht mehr für die Gesellschaft eintritt, ist kaum vorstellbar.

Welches Zusammenleben ist verantwortlich

In Deutschland heisst es Bedarfsgemeinschaft oder Lebensgemeinschaft, in der Schweiz heisst es Konkubinat. Dabei geht es darum, dass man zusammenlebenden Menschen unterstellt, dass sie füreinander finanziell gerade stehen sollen. Diese Unterstellung durch Behörden und staatliche Einrichtungen ist eine schlechte Sozialgestaltung. 

Zwei Überlegungen sind bezüglich dieser Ausrichtung zu verwenden. Einmal, dass es tatsächlich Gemeinschaften geben sollte, in denen der Einzelne durch diese unterstützt wird und der zweite Gedanke ist jener, dass der Gemeinschaftsbegriff in diesem Fall nicht korrekt angewendet wird. 

Die staatlichen Einrichtungen und soziale Gesetzgebung wollen den Einzelnen in eine private Beziehung gestellt sehen, und diese private Beziehung soll die Verantwortung übernehmen, für den einzelnen Menschen zu sorgen, wenn dieser finanziell nicht in der Lage ist, sein Leben zu gestalten. Dieser Ansatz ist nicht richtig. Die Gemeinschaft, ist aber durchaus der richtige Weg. Sie soll aufkommen für den Einzelnen. Aber es ist nicht die kleine Gemeinschaft, also die Privatbeziehung, sondern ist die große Gemeinschaft, die Gesellschaft, die für den Einzelnen Sorge tragen muss und für ihn da sein sollte. Das ist das, was wir eigentlich als Aufgabe haben zu erkennen und wir sind jetzt auf einem Weg, dies deutlicher zu machen, z.B. mit dem BGE-Gedanken.